Bekommst du nicht deine vollen PS auf die Strasse? Hast du manchmal das Gefühl, alle Anderen ziehen an dir vorbei. Und das obwohl du ganz fleissig strampelst.

Dann hast du dir vermutlich einen Virus eingefangen.

Den Gedanken-Virus: nicht gut genug

Ab heute ist damit Schluss. Nach diesem Artikel wirst du das Argument nicht mehr gelten lassen. Und du wirst ein unbändiges Verlangen verspüren, frühzeitig deine Produkte der Öffentlichkeit zu zeigen (mächtige Suggestion BÄM 😉 )

Aber Vorsicht: Das Lesen dieses Artikels kann schwerwiegende, positive Veränderungen in deinem Leben hervorrufen. Wenn du dich beim Lesen aufregst, bleib bitte dran und lies weiter.

Bist du vom „nicht gut genug“-Virus betroffen?

Treffen mehr als 2 Aussagen auf dich zu? Dann bist du vermutlich infiziert.

  • Gibst du deine Arbeiten gerne auf den letzten Drücker ab?
  • Ziehen andere an dir vorbei, obwohl du eigentlich mehr weißt als sie?
  • Reagierst du verärgert, wenn jemand deine Arbeit kritisiert?
  • Grübelst du oft, was du noch ergänzen musst?
  • Besserst du deine Arbeiten oft nach, weil du noch nicht damit zufrieden bist?
  • Fragst du andere Menschen oft, was sie darüber denken?
  • Musst du erst noch einen Kurs besuchen / ein Buch lesen / eine Ausbildung machen, um x zu tun?

Na, war etwas für dich dabei?

Los geht!

Hier die 14 Gegenmittel, von homoöpathischer Dosierung bis Holzhammer.

🙂 Und immer schön lächeln 🙂

Wofür soll das schon gut sein?

Fangen wir mitfühlend an.

Jedes Verhaltes und jeder Glaubenssatz hat dir mal geholfen. Auch wenn du dich jetzt daran nicht mehr erinnerst.

Gute Arbeiten haben dir in der Schulzeit gute Noten gesichert.

Deine Eltern haben dich dafür gelobt. Und das fühlte sich gut an.

Deine Freunde wollten sich mit dir treffen, weil du ihnen gut helfen konntest. Denn du warst gut in Mathe, Deutsch, Chemie, usw.

 

Und später im Beruf ging es dann weiter.

Chefs lieben Mitarbeiter, die sich für eine Sache aufopfern. Die sich richtig reinknien. Und viele Überstunden machen. Am Liebsten ohne Zulagen.

Stundenlang hast du die Präsentation verfeinert. Denn du wolltest einen guten Job machen. Daran ist nichts verkehrt.

Was hast du getan, als die erhoffte Belobigung ausblieb? Es konnte nur an dir gelegen haben, oder? Also hast du dich noch mehr angestrengt. Und dann noch mehr.

 

Heute leidest du unter dem Hang zur Perfektion. Deine Kollegen ziehen mit viel weniger Einsatz an dir vorbei.

Heiße deinen Perfektionismus wie einen alten Freund willkommen. Klick um zu Tweeten

Und wenn es dich stört, bitte ihn nach Hause zu gehen.

Frage deinen alten Freund, was er für dich Gutes bewirken möchte! Wie alt ist er?

Oft will uns der Freund vor unerfreulichen Erlebnissen schützen und bewahren. Aber ist das heute noch wirklich nötig?

Trägst du noch Windeln?

Was wäre gewesen, wenn deine Eltern dich damals vor allem geschützt hätten?

Stellst du es dir gerade vor?

  • Oh Gott, der Kleine hat sich weh getan. Nein, Laufen ist wohl doch noch nichts für dich
  • Mit der Toilette ist es noch zu früh. Es ist schon okay, wenn es jetzt noch nicht klappt. Behalte deine Windel ruhig noch ein bisschen an. Du kannst auch mit Windeln auf die Arbeit gehen!

Gott sei dank waren deine Eltern anders. Das hoffe ich für dich. 🙂

Sie wussten, du musst deine eigenen Erfahrungen machen.

Du würdest hinfallen, etwas daraus lernen, wieder aufstehen und weitermachen. Immer und immer wieder. Bis es klappt.

Denn deine Eltern hatten Vertrauen in dich.

Wie wird dein Leben in 10 Tagen/ Monaten/ Jahren aussehen, wenn du an deinen Qualitätsansprüchen festhältst? Klick um zu Tweeten

Und zwar bei jeder Tätigkeit.

Nicht gut genug? Stimmt! Immer!

Ist dein Arbeitsergebnis „nicht gut genug“?

Du hast Recht. Es ist nie gut genug. Und nie genug.

Wir wollen mehr, und mehr.

Erst noch mehr wissen, noch diesen einen Kurs, dieses eine Buch. Dann fange ich an.

Du hast Recht. Es wird nie genug sein.

Konntest Du schon gut genug Fahrrad fahren, als du damit angefangen hast.

Oder konntest du schon gut genug rechnen, als du in die erste Klasse kamst.

Du wirst nie gut genug sein. Also Scheiss drauf, mach es einfach. Klick um zu Tweeten

Es wird sowieso nie perfekt sein.
Dann kannst du es auch genauso gut jetzt „raushauen“.

Mach doch mal konkret …

Wann genau ist es für dich gut genug?

Ich wette du hast keine Ahnung, was deine Kriterien an dein perfektes Ergebnis sind. Oder?

Dann schreib mal deine Kriterien nieder.

Und jedes Kriterium muss messbar sein. Also bitte keine schwammigen Formulierungen, wie: „Ich muss dabei ein gutes Gefühl haben.“

Gibt es irgendein Werk in dieser Welt, das deine Anforderungen erfüllt? Klick um zu Tweeten

Mit wem vergleichst du dich?

Wann ist es denn gut genug? Wenn du wie dein größtes Idol bist? Vergleichst du dich mit  Markus Cerenak, Martin Weiss oder Sabine Asgodom?

Dann wünsche ich Dir viel Spaß. ich warte dann hier auf dich.

Dauert ja nur so 10 Jahre.

 

Ein viel sinnvollerer Vergleich wäre doch:

Bist du heute eine verbesserte Version als gestern? Klick um zu Tweeten

Wem willst du Konkurrenz machen? Gott?

Nochmal das Thema Vergleichen.

Gott hat für diese Welt nur x-Milliarden Jahre gebraucht.

Aber du schaffst das sicherlich schneller und besser. Oder?

Vom Erfolg überrascht?

Wirf bitte einen Blick zurück in deine Vergangenheit:
Wann hattest du völlig überraschend Erfolg? Klick um zu Tweeten

Obwohl …

  • … du nicht super vorbereitet warst.
  • … nicht alle deine Kriterien erfüllt waren.
  • … du nicht damit gerechnet hattest.

Gibt einem echt zu denken, oder? Ich grübele gerade selber noch mal.

Selbstzweifel? Aber stimmt das auch?

Kennst du das größte Problem beim Selbstzweifel?

Du kannst dir nicht sicher sein.

Nicht bei der Arbeit. Nicht bei deiner Person, nicht bei deinen Werten und Glaubenssätzen.

Wieso kannst du dir deiner Selbstzweifel sicher sein? Klick um zu Tweeten

Da sollte man mal drüber nachdenken, gelle?

Was willst du wirklich?

Hast du dein Ziel klar? Was willst du wirklich?

Ist es: DAS EINE perfekte Coaching-Programm, mit dem du alle glücklich machst. Nach dem du dich zur Ruhe setzen kannst. Weil alles perfekt ist. Im Ernst jetzt?

Mach doch lieber jetzt ein gutes erstes Coaching Programm. Und danach noch eins und noch eins. Jedes gut und hilfreich.

Womit hilfst du den Menschen mehr?

A oder B?

Es ist Zeit, dir eine wichtiger Frage zu stellen: Was ist dir wichtiger?

Möchtest du im Hamsterrad der Selbständigkeit oder des Angestelltentums gefangen bleiben? Ist die Zeit-gegen-Geld-Falle so warm und gemütlich?

Oder möchtest du mehr Zeit für deine Familie oder deine Hobbies haben? Und das Geld verdient deine Website für dich, auch wenn du nicht online bist. Dafür arbeitest du an Zeiten, die optimal zu deinem Leben passen.

Also, was ist dir wichtiger?

Oder beantworten deine Handlungen diese Frage bereits?

Ist das wirklich nicht gut genug?

Wieso bist du dir so sicher?
Hat dir jemand gesagt, dass dein Programm nicht gut ist?

Ach, du hast es noch keinem gezeigt?

Deine Sorgen sind also reine – entschuldige die Wortwahl – Gehirn-Wichserei.

Also lass jemanden drüber gucken. Jetzt.

Vielleicht einen guten Freund oder eine liebe Freundin und bitte um offenes Feedback.

Und lass dich positiv überraschen!

Sag mal – was erlaubst du dir eigentlich?

Du hast die Idee zu einem Coachingkurs, mit dem du vielen Menschen helfen kannst.

Ist es dann nicht sehr egoistisch und engstirnig von Dir, uns allen diesen Kurs vorzuenthalten?

Was wäre, wenn ich Dir sage:

Du bist für diesen Kurs hier auf die Welt gekommen.

Also bitte hör auf mit dem Gejammere und zeig uns dein Werk. Klick um zu Tweeten

Ein Meister der übt

In China braucht ein Schreiner viele Jahre um ein Meister in seinem Fach zu sein. Baut er deswegen keine Stühle? Wartet er, bis er perfekt ist?

Hat Picasso, van Gogh oder ein anderer großer Künstler gewartet? Natürlich nicht. Denn ihre jungen Werke formten sie genauso wie ihre Kindheit und die Welt, in der sie lebten.

Dein Coachingkurs ist kein Meisterwerk. Er ist das Werk eines Meisters der übt. Klick um zu Tweeten

Bist du Vater oder Mutter?

Was würdest du deinem Kind raten, wenn es nicht mit dem Aufsatz anfangen will. Weil es befürchtet, dass der Aufsatz nicht gut genug wird.

Du würdest doch sicherlich aufmunternde Worte finden.

Fazit

Gründe zum Aufschieben gibt es viele.

Auch ich habe diesen Artikel aufgeschoben und zwar mehrere Tage. Weil ich persönlich betroffen bin.

Und ich habe mich zu diesem Thema coachen lassen. Danke noch mal an Ulrich Teichert. Danach floss der Artikel fast automatisch aus meinen Fingern in die Tastatur.

Der Artikel ist ganz sicher nicht perfekt. Und wenn er trotzdem einem Menschen hilft, dann hat er seinen Sinn erfüllt.

Also: Wenn du nicht weiterkommst, hol dir Unterstützung.

 

Viele Grüße,

david_signatur

 

 

P.S.: Warum warten, einfach starten.

 

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