Ich bekenne: Ich bin ein Aufschieber! Ich weiß, dass ich gewisse Sachen tun sollte, aber oft schiebe ich sie auf. So ging mir das auch mit meinem ersten Coachingprogramm. Ein passives Einkommen aufbauen, das hatte ich mir schon lange vorgenommen, aber es blieb nur bei zaghaften Versuchen. Doch jetzt ist es vollbracht, mein erstes Coachingprogramm Kreantensprung ist fertig. Rückblickend gesehen war es lachhaft einfach. Denn es dauerte nur 2 Stunden. 🙂

Spielst Du auch mit dem Gedanken, ein eigenes Online Coachingprogramm aufzusetzen? Aber irgendwie konntest Du Dich noch nicht aufrappeln! Dann lass Dich von diesem Artikel inspirieren!

Hauptproblem: Hohe Einstiegshürde

Als ich anfangen wollte, tauchten Gedanken in meinem Kopf auf. Nicht gerade hilfreiche Gedanken wie:

  • Schau Dir die anderen Kurse an. Die haben Videos, ein tolles Design, raffinierte Texte, …
  • So gut wie die bekomme ich das nie hin.
  • Ich weiß doch gar nicht, wo ich anfangen soll.
  • Dafür brauche ich noch mehr Wissen / einen Kurs / ein Buch / mehr Geld / mehr Zeit / …
  • Das ist mir viel zu viel

Klein-GrossKein Wunder, dass ich mit solchen Gedanken nie richtig losgelegt habe. Kommt Dir der eine oder andere Gedanke bekannt vor?

Ist das ein Wunder? Wir sehen um uns herum so tolle Online-Kurse und stehen erfürchtig davor. So groß, so riesig, so toll.

Doch dabei übersehen wir gerne einen Fakt. Auch die Großen in der Branche haben mal klein angefangen. Mit kleinen Versuchsballons. Haben getestet, was funktioniert. Und was nicht funktioniert. Haben bei anderen abgeguckt. Und wieder neu getestet. Wenn Du Dir das immer wieder bewusst machst, erlebst Du: Erleichterung!

Mach den nächsten Schritt – und nur den!

Möchtest Du einen supertollen Kurs erstellen? Einen den alle Menschen lieben werden? Den sie Dir aus den Händen reißen? Gut, denn wir alle sind hier angetreten, um unser Bestes zu geben.

Erlaube Dir, langsam zu wachsen. Dafür stetig!

Du brauchst nicht sofort ein perfektes Ergebnis liefern. Niemand springt ohne Training aus dem Stand 2 Meter hoch. Warum also solltest Du das von Dir erwarten?

Frag Dich: Was ist der nächste logische Schritt, der jetzt ansteht?

Und dann geh ihn!

Mehr ist es eigentlich nicht. Klingt unglaublich einfach, oder?

Blockaden = Schritt zu groß

Den nächsten Schritt zu machen, reicht aber manchmal nicht aus. Ich habe das selber erlebt. Und im Rückblick kann ich sagen, der Bissen war zu groß. Diesen Aufschiebe-Mechanismus habe ich bei mir erkannt.

Aufschieben ist ein Zeichen dafür, dass der nächste Schritt zu groß ist.

Seit ich das weiß, kann ich lockerer damit umgehen. Ich mache dann einfach den nächsten Schritt so lange kleiner, bis ich direkt loslegen kann.

 

Soviel zum Aufschieben im Allgemeinen. Jetzt beschreibe ich Dir die Schritte, mit denen ich in 2 Stunden mein Coachingprogramm erstellt habe.

#1 Finde die Essenz

deine-essenzWorauf willst Du bei Deinem Coachingprogramm auf keinen Fall verzichten?

Ist es der visuelle Eindruck als Video? Oder gute Handouts? Oder der Austausch mittels Forum?

Was immer es ist, konzentriere Dich zuerst darauf. Und nur darauf! Lass alles andere beiseite.

Es ist später noch genügend Zeit für Schnick-Schnack, Ausschmückungen usw. Aber wenn die Leute von Deiner Essenz nicht berührt sind, dann hilft auch der Schnick-Schnack nicht mehr.

Meine Essenz: Meine Klienten sollen die eigenen Erkenntnisse erfahren. Nicht nur gesagt bekommen. Von all den Ausbildungen und Weiterbildungen, die ich besucht habe, haben mich diese am Meisten verändert.

Mein Umweg: Für ein Coachingprogramm  wie ich es mir vorstelle, musste ich einen Umweg gehen. Denn es gibt noch keine WordPress-Plugin für die Eingabe und Ausgabe von User-Werten. (Wenn Du eines kennst, schreib mir bitte einen Kommentar).

#2 Plane den Kurs offline

Für kreative Tätigkeiten löse Dich sooft es geht von Computer und Internet. Ich setze mich gerne mit meinem Moleskin-Notizbuch auf die Coach und mache mir Skizzen und Brainstorming.

Für mein Coachingprogramm Kreantensprung habe ich 10 Minuten gebraucht, um die einzelnen Stationen zu planen und aufzuschreiben. Es waren auch nur grobe Stichpunkte. Die Reihenfolge habe ich dann noch einmal umgeschmissen. Das geht mit Zettel und Papier einfach einfacher. Und ich kann die Sache besser be-greifen.

#3 digitale Vorarbeiten erledigen

Welche Vorarbeiten müssen erledigt sein, damit Du sofort starten kannst?

Das waren bei mir folgende Schritte:

  1. Ich musste im Plugin WP Coach Caddy nur die Felder anlegen, die ich brauche.
  2. Zum einfachen Zugriff habe ich mir die Shortcodes alle in ein Textdokument kopiert. So habe ich einfach schneller dran.
  3. Und ich habe alle 10 Seiten leer angelegt. Nur die URL habe ich schon fest eingestellt. So weiß ich schon vorab den Namen der Seiten.

Für Anlegen der Felder, Zusammenstellung auf einem Dokument und erstellen von 10 Pages brauchte ich nochmal 10 Minuten.

Welche Vorarbeiten helfen Dir in der späteren Durchführung?

#4 mit Inhalten anreichern

Jetzt steht schon mal das grobe Skelett. Du weißt, welche Seiten du brauchst und welches Ziel jede Seite erfüllen soll. Jetzt musst Du nur noch die Inhalte in die Seiten gießen.

Und das läßt sich auch super portionieren. Eine Seite füllen, dann die nächste Seite und so weiter.

Um die Shortcodes und Texte auf 10 Seiten zu schreiben, brauchte ich ca. 80 Minuten.

Noch ein paar Korrekturen und fertig.

#5 Gesamtprodukt prüfen

Du hast den groben Rahmen definiert und mit Leben gefüllt. Jetzt ist es an der Zeit, einen Schritt zurück zu machen. Alles im Überblick betrachten. Den Gesamteindruck zu überprüfen.

Am Ende also einfach den ganzen Kurs absolvieren, so als wärst Du ein Kunde. Oder Du läßt einen guten Freund oder eine Freundin den Kurs prüfen. So erfährst Du, an welchen Stolpersteinen potentielle Klienten scheitern könnten.

Und Du kannst nachjustieren. Je-der-zeit. Das ist das Tolle an digitalen Produkten. Selbst wenn Du damit aktuell schon Geld verdienst, kannst Du immer noch Verbesserungen einbauen. Alle neuen Kunden bekommen dann den verbesserten Kurs. Und bestehende Klienten kannst Du über Updates informieren.

Für einen Korrekturdurchgang in meinem Kreantensprung habe ich dann noch 20 Minuten benötigt. Ein paar Holpersteine habe ich noch geglättet.

Coachingprogramm – Fazit

In 150 Minuten konnte ich meinen Kurs Kreantensprung erstellen. Für das Bereitstellen als Produkt mittels DigiMember habe ich nochmals 30 Minuten gebraucht.

Und ich war während der ganzen Zeit im Flow-Zustand. Denn ich musste nicht grübeln, welches der nächste Schritt war.

Probier es doch einfach selber mal aus. Entweder mit dem WP Coach Caddy, mit Video, PDFs oder was immer Dir liegt und Deine Essenz ausmacht.

Zeig mir Dein Coachingprogramm in den Kommentaren. Mach hier ruhig ordentlich Werbung!

 

Warum warten, einfach starten

david_signatur

 

 

 

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